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Warum nicht einfach alles ausleben, das man ist: Dieses heruntergekommene, abgewrackte seelische Etwas. Wozu so tun, als hätte man Anstand. Wozu so tun, als warte man auf die Liebe. Wozu so tun, als wäre man verantwortungsvoll. Wozu so tun, als meinte man irgendetwas ernst, wozu fleißig sein, wozu so tun, als wäre man an irgendetwas anderem interessiert als der flüchtigsten Oberfläche, noch weiter herunterkommen und abwracken. Ja. Ich hab die Schnauze so voll vom Leben. Ständig bemüht man sich, dem Leben hinterherzukommen, anstatt zu sagen: Schau her, Leben! Das bin ich. Ob ich dir nun gefalle, oder nicht. Ob ich dir nun passe, oder nicht. Du wirst mich ertragen müssen, schließlich muss ich dich, Schlampe, auch ertragen. Aber dann habe ich eigentlich einfach keine Energie mehr und will nur allen, die mich jemals verletzt haben, ins Gesicht spucken, ihnen vor die Füße spucken, gegen das Schienbein treten, ihnen eine mit der Faust in den Bauch verpasst und eine knallende Ohrfeige ins Gesicht und nochmal gegen das Schienbein treten und nie mehr wieder damit aufhören, bis mein Gegenüber ein jämmerlicher Haufen aus Nichts ist, nicht mehr vorhanden, nicht mehr vorhanden, nicht mehr da und ich kann über dieses Häufchen Nichts, das nicht mehr da ist, das nicht weiter existiert, hinwegschreiten und bin frei von diesem Nichts, das ein mal etwas war, das mir nun aber nie wieder etwas anhaben kann. Scheiß auf die Friedens- und Nächstenliebebotschaften. Wenn ein Mensch zu Grunde geht, dann weil die anderen versagten, denn grundsätzlich sollte diese Welt ein Ort sein, an dem sich Menschen gegenseitig helfen und nicht: sich gegenseitig zu Grunde richten. Also soll ich zu Grunde gehen? Die größten Egoisten werden es noch nicht mal merken. Sie werden weit im Leben kommen und das ist es, was mir Übelkeit bereitet. Ich gönne es ihnen nicht.
3.5.10 23:55


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